"Hauptsache schön?
Gesundheit ist nicht alles - Aber ALLES ist nichts ohne Gesundheit!"
Welpen sind keine maschinell hergestellten Produkte, es gibt für sie keine standardisierte Qualitäts-Kontrolle. Sie wind Lebewesen, geboren aus zwei anderen Lebewesen, die beide nicht perfekt sein können. Wir als Züchter lassen unsere Zuchthunde auf die bekannten Gesundheitsprobleme der Rasse untersuchen und züchten nur mit Hunden, die offizielle Gesundheits-Zertifikate von unabhängigen Gutachtern haben. Wir testen per DNA-Test auf prcd-PRA (Netzhautschwund), FN (Schrumpfnieren), AON (Altersneurophatie).
Im Dezember 2023 haben wir uns außerdem für den Labogen-Diversity-Check entschieden. Wir lassen unsere Cocker nach und nach testen. Hierfür wird das "Premium SNP DNA-Profil" von Laboklin benötigt. Wir hoffen das sich weitere Züchter für den Check entscheiden.
Um auch auf dem neuesten Stand in Sachen Zucht zu bleiben, bilden wir uns weiter. Eine Liste der von uns absolvierten Seminare finden Sie hier.
Selbst wenn das Risiko von Krankheiten durch konsequente Zuchtwahl vermindert ist, so ist es doch nie ganz auszuschließen. Auch guten Hunden können schlimme Dinge passieren - es gibt keine lebenslange Garantie auf Gesundheit.
Obwohl wir unser Bestes versuchen, gibt es doch noch so vieles was wir nicht wissen und so viele Dinge, die der Welpenkäufer durch seine Art der Aufzucht zur späteren Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Hundes beitragen muss.
Die zuchtzulassenden Voruntersuchungen werden seit Anfang an, also seit 2004, von der Tierarztpraxis Dr. Regina Himmelsbach in Böhl-Iggelheim durchgeführt. Diese Untersuchungen sind für die Zuchtzulassung unserer Cocker erforderlich und umfassen die Untersuchung auf HD (Hüftdysplasie) und die DOK-Augenuntersuchung.

KONTAKT
Kleintierpraxis Dr. Himmelsbach
Eisenbahnstrasse 42
67459 Böhl-Iggelheim
Tel: 06324 – 970 600
Homepage
Die HD-Untersuchung dient der Beurteilung der Hüftgelenke, die DOK Augenuntersuchung überprüft mögliche Augenerkrankungen, um sicherzustellen, dass unsere Hunde frei von rassetypischen erblichen Augenkrankheiten sind.
Zudem lassen wir Blut abnehmen und zur weiteren Untersuchungen/DNA Test (z.B. prcd-PRA, FN, AON...) an ein Untersuchungslabor schicken. Obligatorisch lassen wir ein DNA-Profil erstellen, welches den Welpenkäufern als Garantie der Vaterschaft dienen kann.

HD - Was ist eine Hüftgelenksdysplasie?

Die HD ist in großen Teilen genetisch bedingt. Die Heritabilität (Vererbbarkeit) liegt zwischen 20 und 40 Prozent.
Doch auch die falsche Ernährung während der Aufzucht und die Haltung haben großen Einfluss. Daher gilt die HD als eine multifaktorielle, von vielen Faktoren abhängige Erkrankungen.
Klinisch zeigen die Hunde zunehmende Bewegungseinschränkung und Schmerzhaftigkeit, die infolge der Umbauprozesse entstehen und zu einer Hüftgelenksarthrose führen. Im fortgeschrittenen Stadium kann oft nur chirurgisches Eingreifen helfen.
Die Ausprägung variiert in Abhängigkeit von Alter des Tieres und dem Stadium der Erkrankung. Junge Tiere haben Schmerzen, weil der Kopf des Oberschenkelknochens im Acetabulum (Hüftgelenkspfanne) nur ungenügenden Halt findet und die abnormale Beweglichkeit die schmerzsensitiven Fasern der Knochenhaut reizt. Ältere Tiere haben Schmerzen infolge der bereits entstandenen degenerativen Veränderungen des Hüftgelenks.

oben: HD A1
Ch. Nikita on Fire von Roohan
unten: HD A2
Goonies SnowFire von Roohan

Am Beginn der Erkrankung zeigen die Hunde Schmerzen bei Spaziergängen, setzen sich öfter hin oder Schreien beim Spielen gelegentlich auf. Der Gang ist instabil und der Hund zeigt einen LSÜ-Twist (Seitwärtsbewegung des Beckens in Richtung der vorgeführten Gliedmaße). Bei Bewegung können Geräusche im Gelenk (Knirschen, Knacken, Klicken) hörbar sein.
Ebenso können ältere Hunde betroffen sein, bei denen die HD im Rahmen altersbedingter Gelenkabnutzung entstanden ist. Als Folge der Hüftdysplasie können Knochenhautentzündungen und Arthrosen entstehen, die das Gelenk noch mehr in der Bewegung einschränken und ebenfalls sehr schmerzhaft für den Hund sein können. Jeder Hund, auch ein Mischling, kann unter einer HD leiden.
Wie wird die Diagnose HD gestellt?
Die Diagnose HD lässt sich anhand von Röntgenaufnahmen des Hüftgelenks stellen. Sichtbare Veränderungen können an der Gelenkspfanne, am Oberschenkelkopf oder an beiden Knochen auftreten. Bei jungen Hunden ist gelegentlich nur ein auffällig lockeres Hüftgelenk zu beobachten, bei dem der Oberschenkelkopf nicht korrekt in der Gelenkspfanne liegt. Aufgrund der Veränderungen auf dem Röntgenbild werden fünf Schweregrade von HD unterschieden.
HD-Grad (FCI)
A = HD-frei
B = Übergangsform
C = leichtgradige HD
D = mittelgradige HD
E = hochgradige HD

HD B1 - Red Dragon Star von Roohan
DOK - ECVO
Augenuntersuchungen
Der Dortmunder Kreis (DOK) ist die Gesellschaft für Diagnostik genetisch bedingter Augenerkrankungen.
ECVO European College of Veterinary Ophthalmologists
Sinn und Zweck dieser Untersuchung ist die Gesundheit der Rasse und natürlich des einzelnen Tieres. Die Untersuchungsrichtlinien sind europaweit in Anlehnung an die Vorgaben des European College of Veterinary Ophthalmologists (ECVO) erstellt worden.
Der "DOK" ist als deutsche Gruppe (German Panel) in das europäische Untersuchungsprogramm (Eye Scheme) eingebunden und vom europäischen Spezialistenverband der ECVO-Tierärzte (European College of Veterinary Ophthalmologists, ECVO) anerkannt.
Die DOK-Mitglieder verwenden, bei den Vorsorgeuntersuchungen auf erbliche Augenerkrankungen, ausschließlich die ECVO/DOK Untersuchungsformulare um die Befunde zu dokumentieren. Der DOK hat eine eigene, zentrale Auswertungsstelle, in der die gesamten Untersuchungsbefunde der Mitglieder statistisch erfasst und ausgewertet werden.

Bei zahlreichen Hunderassen besteht eine Veranlagung (Prädisposition) oder Erblichkeit für bestimmte Augenerkrankungen. Dazu gehören unter anderem der graue Star (Katarakt), der grüne Star (Glaukom) oder die progressive Retinaatrophie (PRA).
Wie und ob die einzelnen Erkrankungen vererbt werden, ist für jede Rasse unterschiedlich. In unserem Zucht-Club gehört die DOK-Untersuchung zur Zuchtzulassung, welche vor einer Zuchtverwendung erfolgt sein muß.
Bei der Augenuntersuchung auf erbliche Augenerkrankungen werden alle Abschnitte des Auges auf viele verschiedene Augenerkrankungen untersucht.
Zuchtausschließende Augenerkrankungen sind in der Zuchtordnung unseres Clubs nachzulesen.
Zur Zucht nicht zugelassen sind - bei positven Befund von:
- Ektropium: deutliche Ausbuchtung des unteren Augenlides zur Form einer Spitztüte, sogenanntes offenes Auge.
- Entropium: Einstülpung des Augenlides
- Progressive Retina Atrophie (PRA): Netzhautschwund
- angeborene Blindheit
- Katarakte: Kortikalis, Nuklearis, Pol.Post (siehe DOK Befund Punkt 15)
Alle weiteren, durch den DOK festgestellte Befunde sind nicht rassetypisch und dienen daher nur statistischen Zwecken.
Wozu eine Augenuntersuchung, wenn es Gentests gibt?
Die Gentests untersuchen nur einzelne Erkrankungen und von diesen Erkrankungen auch nur einzelne Formen.
Bei vielen Augenerkrankungen (z.B. PRA, Katarakt) gibt es jedoch verschiedene Formen, für die unterschiedliche Gendefekte verantwortlich sind. Andererseits gibt es für viele Augenerkrankungen (noch) keine Gentests.
